Aktivposten Wartburg 353 (Signale 1972-6)

Rallye-Wartburg auf der Leipziger Messe

Personenkraftwagen WARTBURG 353 zählen seit Jahren zu den populärsten, für umfas­sende Entwicklungsfortschritte bezeichnenden und international anerkannten Industrie­erzeugnissen der DDR. Dieser Sachverhalt wurde zur Leipziger Herbstmesse 1972,

die fortwährende Leistungssteigerungen veran­schaulichte und auf weiteren Effektivitätszu­wachs orientierte, erneut deutlich. Maßstäbe dafür waren und sind Publikumsresonanz so­wie realisierte Vertragsabschlüsse. Hier zeigen sich Ergebnisse aus markanten Eigenschaftskomplexen des WARTBURG 353 und den für ökonomisch bedeutungsvolle Resultate im Werk geschaffenen Voraussetzungen.

Während in Leipzig noch die Eröffnung der Herbstmesse bevorstand, zeigte im VEB Automobilwerk Eisenach das Wettbewerbsbaro­meter der Aktion „600 + 1", also in der Be­reitstellung von 600 Wagen und für eine Mil­lion Mark Ersatzteile über die 1972er Plan­ziffern hinaus, bereits auf 394 + 1,6. Erhöh­tes Schrittmaß und absolute Kontinuität in der Planerfüllung bildeten damit seitens der Pro­duktion die eine Ausgangsbasis für Zielstel­lungen und Abschlüsse zur Messe.

Zum anderen überzeugten die konstruktiv hochentwickelten Eisenacher Wagenmodelle selbst.

Bei der Exposition WARTBURG 353, die vom Minister für Verarbeitungsmaschinen und Fahrzeugbau, Dr. Georgi, bei einem Messerundgang besondere Würdigung fand, wurde das gesamte Typenprogramm WARTBUR 353 unter Hinweis auf wesentliche Merkmale des Wagens dargestellt. Dabei konnten Informa­tionen und Werbung sachlich und objektiv auf so gravierende Kennwertkomplexe zeigen wie Sportlichkeit sowie Sicherheit und Komfort. Jene kennzeichnenden Erfolgsfaktoren des 1000-cm3-50-PS-Frontantriebswagens WART­BURG 353 zusammen mit dessen Produk­tionsentwicklung schlugen in konkreten Messeergebnissen zu Buche.

Generell läßt sich einschätzen, daß der WART‑
BURG 353 unverminderte Popularität genießt und weiter an Zuspruch gewinnt, auch in Län­dern mit hochentwickelter eigener Automobil­industrie. Beispielsweise steigert sich, so wurde in Leipzig fixiert, der Export nach Groß­britannien von 1970 und 330 Prozent im Jahre 1972 auf ca. 500 Prozent 1973. Für den Finn­land-Export beträgt nach den Abschlüssen mit dem neuen Generalimporteur Haka-Auto Oy in Helsinki die Zuwachsrate von ebenfalls 330 Prozent 1972 nun 625 Prozent 1973. Zu allen Partnern im sozialistischen Wirtschaftsgebiet erfolgen die Exporte im Rahmen langfristig abgeschlossener Verträge.

Trotz dieser Exportintensivierung werden mehr WARTBURG 353 für den DDR-Binnenbedarf zur Verfügung stehen, hier steigt der Anteil 1973 auf 125 Prozent.

Aufschlußreich in perspektivischer Sicht ist
ferner, und zwar auch angesichts der einen
oder anderen irreführenden Meldung, daß zur Leipziger Herbstmesse zwischen dem VEB Automobilwerk Eisenach, dem DDR-Außen­handelsbetrieb Transportmaschinen sowie dem jugoslawischen Importunternehmen Auto­Hrvatska ein Vertrag paraphiert und zur Messe in Zagreb unterschrieben wurde, der Lieferungen von WARTBURG-Automobilen in die SFR Jugoslawien schon bis 1980 bein­haltet.

Als Anhalt dafür, wie Leipzig ebenfalls zu erhöhter Produktivität anregte, folgende Aus­sage eines Werktätigen unseres Betriebes: „Der Besuch und die Eindrücke von der Messe bestärken mich auch in der Überzeugung, daß es sich immer wieder lohnt, tagtäglich das ganze Wissen und Können für die Planerfül­lung einzusetzen, zu knobeln und zu durch­denken, wie wir die Qualität weiter verbes­sern, den Produktions- und Verwaltungspro­zeß weiter rationalisieren und die Kosten senken können,"